reliGlobal
Raus aus dem Klassenzimmer, rein in die Schöpfung!
Diese Fortbildung ist unter der Veranstaltungsnummer EXTP00675 im sächsischen Online-Fortbildungskatalog für Lehrkräfte https://www.schulportal.sachsen.de/fortbildungen/suche_kategorisierung.php veröffentlicht.
Diese Tagesfortbildung verbindet Naturerfahrung, Glaube und globale Gerechtigkeit nach dem didakti-schen Dreischritt von reliGlobal Erkennen - Begreifen - Handeln. Wir gehen selbst raus, um zu erleben und zu staunen. Gemeinsam gestalten wir spirituelle Erlebnisräu-me unter freiem Himmel und weiten den Blick durch globale Perspektiven. Als authentischer Impuls dient uns ein Vortrag von Xixyue Lau ("Kind des Jangtse: Fluss, Erinnerung und Identität"), um eine spiri-tuelle Spurensuche im Unterricht greifbar zu machen. Sie lernen kreative Methoden, Aktionsmodule und passgenaues Unterrichtsmaterial für alle Schulstufen (GS, FS, OS, GS Sek I und II) kennen. Impulse für den Tag - Fragen, die uns bewegen: Beziehung zur Mitwelt: Beginnt globales Lernen mit einer persönlichen Verbindung zur Natur? Schützen Menschen letztlich nur das, womit sie (auch spirituell) tief verbunden sind? Wessen Wissen zählt? Welchen Platz hat traditionelles, erfahrungsbasierte Wissen von Menschen aus dem Alltag im Unterricht neben einer meist eurozentrischen Wissenschaft? Perspektivenwechsel & Wandel: Ist Natur für uns bloße Fotokulisse, Ressource oder ein Ort der Ehr-furcht? Was macht radikale Naturzerstörung mit der Identität von Menschen? Gott in allem entdecken: Wie wird Gottes Gegenwart in jedem Detail der Schöpfung erfahrbar, wenn wir die Natur nicht als Ressource, sondern als Beziehungsraum und alle Geschöpfe als Geschwister ver-stehen? Vom Staunen zum Handeln: Wie wird aus spiritueller Naturverbindung konkrete gesellschaftliche Kli-maverantwortung - offen auch für säkulare und skeptische Stimmen? Theologisch sprachfähig werden Theologisch wollen wir den Bogen schlagen über die Vielfalt weltweiter Konzepte ökologischer Spiritua-lität und Ökotheologien: vom panentheistischen Ansatz ("Gott in allem") über Denker:innen wie Franz von Assisi, Dorothee Sölle, Ivone Gebara und Leonardo Boff bis hin zum indigenen Pachamama-Konzept der lebendigen "Mutter Erde". Damit eröffnen wir Schüler:innen eine Alternative zum anthropozentrischen Herrschaftsauftrag (Gen 1,28) und begreifen den Menschen als Mitgeschöpf in einem gemeinsamen Lebenssystem. Der Tag zeigt Wege auf, wie universelle Schöpfungsspiritualität kulturelle Grenzen überschreitet, Verbundenheit reak-tiviert und in konkrete gesellschaftliche Klimaverantwortung mündet - offen für religiöse, säkulare und skeptische Stimmen gleichermaßen.
Thematische Schwerpunkte
- Beziehung zur Mitwelt
- Wessen Wissen zählt?
- Perspektivenwechsel & Wandel
- Gott in allem entdecken
- Vom Staunen zum Handeln
- Theologisch sprachfähig werden
Anmeldung
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