Gottesdienst mit Kindern

Rückengeschichten und Mitmachgeschichten

Rückengeschichten sind Geschichten, die mit den Händen auf dem Rücken eines anderen „gemalt“ werden. Dabei erzählt ein/e Mitarbeiter*in die Geschichte mit Worten und macht die Gestaltung vor. Die Kinder ahmen die Gestaltung schweigend auf dem Rücken eines Partners nach. Vertraute und fremde biblische Geschichten können einmal ganz „hautnah“ erlebt werden.Etwas anders sind die Mitmachgeschichten. Kinder werden in die Bewegungen einer Geschichte eingeführt und zum Mitmachen aufgefordert – jedes Kind auf seine ganz eigene Weise und alle Kinder gemeinsam. Die Kinder spielen spontan. Die Mitarbeiter*in braucht Sicherheit im Anleiten.

Tiere in der Bibel

In der Bibel tauchen immer wieder Tiere auf. Es summt und brummt, flattert, hüpft und kriecht. Manchmal spielen Tiere sogar tragende Rollen in einer Geschichte. Wir wollen uns mit einer Auswahl von biblischen Tieren beschäftigen: Löwe, Adler, Schaf, Esel, Schlange…

  • kleine Kinder, Tiere und der Kindergottesdienst
  • Erzählübungen
  • die Bedeutung der Tiere (in der damaligen Zeit)
  • kreative Ideen (basteln, spielen, essen, Bücher)

Mit Zappelphilipps und anderen Herausforderungen umgehen

„Das ist doch nicht normal! Das stört!“ – wir alle kennen diese Situationen. Und nun? – Leider gibt es keine Handlungsoption, die immer greift und gültig ist. Was wir beleuchten können: Mit herausfordernden Situationen in Gruppen gelassen umgehen zu können.

  • Mit welchem Blick sehe ich verhaltensoriginelle Kinder?
  • Was ist normales Verhalten?
  • ein Blick auf die Störungssituation: wahrnehmen, interpretieren, fühlen, verhalten
  • Handlungsoptionen überlegen
  • spielerische Möglichkeiten
  • 1. Hilfe-Kette

Theologisieren und Philosophieren mit Kindern

Kinder wünschen sich Mitarbeitende, die Lust haben, sich ehrlich auf ihre Fragen und Gespräche einzulassen. Oft geht es dabei um die großen Fragen des Lebens. Wie können wir gemeinsam Antworten suchen? Kinder wollen gleichberechtigt beteiligt sein. Dabei üben wir eine wertschätzende Dialogführung. Denn, die Wahrheit hat oft viele Seiten und die einzig „richtige“ Antwort gibt es nicht. Wir können Kinder ermutigen, Fragen zu stellen und weiter zu fragen.

Kinder entdecken die Welt im Spiel

Mit allen Sinnen gehen Kinder auf ihre Entdeckungsreisen. Das Spiel ist die Form der Kinder, in der sie sich ausprobieren, Gelerntes anwenden und etwas entdecken können. Dazu brauchen sie Anregungen und Impulse, Regeln und Grenzen.

  • Was bedeutet spielen für Kinder?
  • Welche verschiedenen Spielarten gibt es?
  • Welche Rolle hat der Spielleiter?
  • Was muss ich zur Auswahl eines Spieles bedenken?
  • Was ist zur Spielvorbereitung nötig?

Erzählen mit Figurenaufstellung

Ein Erzählbild empfängt Sie und Sie hören eine biblische Geschichte dazu. Am Ende fragt sich jede/r, wo bin ich in der Geschichte? Wo ist mein Platz? Nach einer Beispielgeschichte wollen wir selbst eine Drahtfigur bauen und im Anschluss ein Erzählbild erarbeiten und reflektieren.

Den Jahreskreis im Kirchenjahr deuten, gestalten und feiern

Mit Kindern bewusst und schöpferisch durch das Kirchenjahr zu gehen ist eine religionspädagogische Aufgabe. Viele Eltern, Erzieher und Lehrer sind unsicher geworden und haben ihre Schwierigkeiten mit religiösen Festen. Dabei bieten alle Jahreszeiten gewachsene Höhepunkte. Sie dienen der Orientierung. Wir erinnern uns an diese Feste. Alte Bräuche können aufleben. Lassen sie uns gemeinsam das Kirchenjahr und seine Bedeutung entdecken.Zusammensetzen eines Kirchenjahres

  • Welche Feste feiern wir mit welchen Bräuchen?
  • Welche biblischen Geschichten ordnen wir den Festen zu?
  • Welche kreative Umsetzung können wir ergänzen?
  • Welche Lieder passen zu den Kirchenjahreszeiten?

Gesprächsführung und Gesprächsmethoden für den Kindergottesdienst

Ein Gespräch führen, ist eine hohe Kunst.Es lohnt sich, den Weg zu dieser Kunst kennenzulernen und auszuprobieren.

  • Kennenlernen von unterschiedlichen Menschentypen und wie sie beim Gespräch reagieren
  • Kennenlernen/erleben von unterschiedlichen Gesprächsarten und -methoden
  • Welche Art von Impulsen und Fragen bringen ein Gespräch weiter? Und welche blockieren?
  • Erleben von unterschiedlichen Gesprächsmethoden
  • Störungen in der Kindergruppe

Wo der Glaube eine Wohnung hat

Oft bezeichne ich die Kirche als "Haus Gottes". Natürlich weiß ich, dass Gott nicht mehr und nicht weniger in diesem Haus wohnt, als an allen anderen Orten. Und trotzdem … viele alte Kirchen wurden auf "heiligem Boden" gebaut. Wie können diese Gebäude mit uns ins Gespräch kommen? Was können wir entdecken, fühlen, riechen, …? Welche Botschaft hat der Raum für uns? Welche Botschaft hinterlassen wir im Raum? Was glaube ich?

Kinder erfahren Tod und Trauer

Diese Themeneinheit möchte Sie ermutigen, zusammen mit Kindern „über den Fluss zu schauen”. Der Tod soll seine Schrecken verlieren und das Leben an Reichtum gewinnen. Die meisten Kinder haben Erfahrungen von Verlust und Abschied. Wie gehen wir damit um?

  • alltägliche Abschiedssituationen mit Geschichten und Ritualen bewusst gestalten
  • natürliche Lebens- und Sterbeprozesse gestalten
  • kirchenjahreszeitliche und aktuelle Anlässe nutzen
  • spontane Kinderäußerungen auffangen

Kinder im Neuen Testament

Welche Bedeutung geben wir heute der Kindheit? Und welche Bedeutung hatten die Kinder bei Jesus? Unser Verständnis werden wir mit dem damaligen Umfeld vergleichen: Das Kind bei den Juden, den Griechen und den Römern. Wir unterbrechen die Informationen mit Spielen aus alter Zeit. Wir enden mit einer Erzählübung, in der wir „unsichtbare“ Kinder in einem biblischen Text „sichtbar“ machen.

Lebendiges Erzählen von biblischen Geschichten

Das Erzählen biblischer Geschichten darf als eine besondere methodische Zugangsweise verstanden werden, die Lebendigkeit und Deutungsoffenheit der Bibel entdecken lässt. Zugleich wird der lebendige Dialog von Tradition und Glauben eröffnet. Erzählen ist lebensnotwendig. Erzählen ist glaubensnotwendig. Zum Erzählen gehören Regeln, üben und reflektieren.

Erzählen mit Egli-Figuren

Geschichten erzählen ist in unserer christlichen Tradition weit verbreitet und ein großer Schatz. Eine besondere Variante ist das Erzählen mit biblischen Erzählfiguren. Wir identifizieren uns schnell mit ihnen. Sie wirken auf uns lebendig, dank ihrer Beweglichkeit.

  • Möglichkeiten und Grenzen der Figuren
  • Handhabung
  • Bewegung und Gefühle ausdrücken
  • Erinnern an Erzählregeln
  • eine Geschichte mit den Figuren stellen in 2-3 Bildern
  • Reflektieren

Ich sehe das, was du erzählst – Erzählen mit Hilfsmitteln

Das Erzählen von biblischen Geschichten gehört zu unseren größten Schätzen. Wir öffnen uns innerlich und können in andere Welten, Zeiten, Rollen, … eintauchen. Es gibt Hilfsmittel, die das Erzählen unterstützen können: Puppen, Klänge, Tücher, Requisiten, Fußsohlen, u.a. Die Kunst des Erzählens lernt man durch Regeln, üben, ausprobieren und reflektieren.

Mit Kindern beten – Gebet, Psalmen, Segen

Wenn wir über das Beten mit Kindern nachdenken, schwingt unsere eigene Erfahrung mit: Wer hat mit mir als Kind gebetet? Wie und wo passierte das? Welche Rolle spielt das Gebet heute für mich?

  • Gedanken von Fulbert Steffensky über das „Handwerk des Betens“
  • Gebetshaltungen, Segensgebete
  • „Dunkle Lebenssituationen“- und wie kann ich dann beten?
  • Erwachsene können mit Kindern den Boden für Gebete bereiten.

Singen und musizieren im Kindergottesdienst

Stimme – Stimmung – Stimmigkeit - Die Stimme ist mein Geburtsrecht. Sie will gepflegt und genutzt werden. In alten Kulturen war jedes Stammesmitglied am Singen und Musizieren beteiligt. Das Singen war Teil des sozialen Lebens, verbunden mit Gemeinschaft, Heilung, Ritual und Spiritualität. Das hielt eine Gemeinschaft zusammen und gab ihr Identität.

  • Was können wir uns von diesem alten Wissen aneignen und umsetzen?
  • Informationen
  • Klangübungen
  • Singen von alten und neuen Liedern
  • Klanggeschichten

Ich will leben - du willst leben

Die großen Themen der Zukunft sind: Frieden, Gerechtigkeit und Schöpfungsbewahrung - egal in welchem Land wir wohnen und welcher Religion wir angehören. Viele unserer kirchlichen Aktivitäten wirken müde und leer. Wir entziehen uns der Verkündigung Gottes, der immer auf der Seite der Armen und Benachteiligten steht. "Oikoumene" – "die ganze bewohnte Erde" müssen wir in den Blick nehmen, um unser Bekenntnis glaubwürdig zu verkünden. Das ist eine Grundlage, auf der Kindergottesdienst steht