Dr. Sylvia E. Kleeberg-Hörnlein
Studienleiterin für Religionspädagogik in der Grundschule, Förderschule und berufsbildenden Schulen sowie für Inklusion
Magistra Artium Ev. Theologie, Neuere Geschichte und Religionswissenschaft
Promotion im Fachbereich Religionspädagogik/Erziehungswissenschaft
Forschungstätigkeiten als Kultur- und Bildungshistorikerin und Historische Religionspädagogin (Schwerpunkte: Langes 19. Jahrhundert, deutsche Schul- und Bildungsgeschichte, Kindheitsforschung)
Arbeitsschwerpunkte als Studienleiterin: Religionspädagogik in Grund- und Förderschule sowie berufsbildenden Schulen, Inklusion in Kirche, Schule und Gesellschaft, Vokationstagungen und Religionspädagogischer Aufbaukurs (RPA)
Ich bin seit 2025 Studienleiterin am TPI, war zuvor mehrere Jahre Schulbeauftragte im Kirchenbezirk Freiberg, an verschiedenen Hochschuleinrichtungen der Friedrich-Schiller-Universität Jena (wiss. Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Religionspädagogik und am Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung), an der Bergischen Universität Wuppertal (Lehrstuhlvertretung für Praktische Theologie/Schwerpunkt Inklusion) sowie an der Evangelischen Hochschule Dresden (Lehrbeauftragung für Religionsdidaktik in Grundschule und Sek I) forschend und lehrend tätig. Darüber hinaus verfüge ich auch über schulische Lehrerfahrung im Fach Evangelische Religion in den Schularten Grundschule, Oberschule, Gymnasium, Fachoberschule und Berufliches Gymnasium.
Der Religionsunterricht wird von Schüler*innen oft als das Fach wahrgenommen, wo sie – Zitat eines Schülers – „endlich einmal selbst und frei denken können“ und ist zugleich in den meisten Schulen der bedeutsamste Ort religiöser Bildung. Damit verbunden ist für Religionslehrkräfte eine große Verantwortung und Chance, denn sie eröffnen persönlichkeitsbildende und demokratiefördernde Denk- und Diskursräume und füllen diese mit Leben. Das betrifft alle Schularten gleichermaßen und erfordert von den Lehrkräften eine höchst komplexe Expertise. Um diese zu fördern und darüber hinaus eine kollegiale Vernetzung und einen Austausch unter Lehrkräften verschiedener Schulen und Schulformen zu ermöglichen bieten wir am TPI unterschiedliche Fortbildungsformate an.
Religionspädagogik in Grund- und Förderschule
Im Bereich Grund- und Förderschule biete ich thematisch abwechslungsreiche Online-Werkstätten zum Fachaustausch und zur kollegialen Beratung sowie ein- und zweitägige Fortbildungen an. Letztere bieten immer im Rahmen eines religionspädagogisch bedeutsamen und lehrplanrelevanten Themas Workshops mit klarem didaktisch-methodischen Schwerpunkt an und Raum zum kollegialen Austausch an. Im Bereich Förderschule findet jährlich eine dreitägige Spezialtagung statt, die den besonderen Herausforderungen dieser Schulform durch entsprechende fachliche Inputs und didaktisch-methodische Workshops gerecht wird. Darüber hinaus bin ich in ständigem kollegialem Austausch mit den staatlichen Fachberater*innen und Schulbeauftragten der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, mit denen gemeinsam Beratungen, aber auch Fortbildungen stattfinden und die AG Qualitätssicherung Grundschule geplant und gestaltet wird.
Religionspädagogik an berufsbildenden Schulen
Der Bereich der berufsbildenden Schulen hat das größte Entwicklungspotential in Sachsen. Nur ein kleiner Teil der Schüler*innen und Schüler an Berufs- und Fachoberschulen sowie beruflichen Gymnasien besucht den Religionsunterricht, erlebt diesen aber als sehr gewinnbringend für die eigene Persönlichkeitsentwicklung, weil hier lebens- und gesellschaftsrelevante Themen multiperspektivisch zur Sprache kommen. Die zuständigen Lehrkräfte leisten engagierte und hervorragende Arbeit, die am TPI durch Fachtage in Kooperation mit der TU Dresden, eine Fachgruppe BRU und Angebote zur Fachberatung unterstützt wird. Im Rahmen dessen stehe ich in kollegialem Austausch mit dem zuständigen staatlichen Fachberater für den BRU-Bereich und den zuständigen Schulbeauftragten.
Inklusion
Inklusion betrifft nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern als weit gedachter Begriff sämtliche Bereiche gesellschaftlichen Lebens in denen Menschen aus unterschiedlichsten Gründen benachteiligt werden. Als ein Mitglied des Gremiums „Runder Tisch Inklusion“ engagiere ich mich für die Umsetzung von inklusiven Maßnahmen in Sachsen. Darüber hinaus ist das inklusive Denken ein unverzichtbarer konzeptioneller Bestandteil meiner Arbeit als Studienleiterin, Dozentin und Lehrerin.
Religionspädagogischer Aufbaukurs (RPA)
Der RPA ermöglicht es pädagogisch vorgebildeten Personen und Interessierten sich für die Erteilung einer schulbezogenen Vokation für den evangelischen Religionsunterricht in den Bereichen Grund- und Förderschule sowie Sekundarstufe I zu qualifizieren.
Vokationstagungen
Das TPI veranstaltet jedes Jahr spezifische Tagungen für (dienst)junge Religionslehrkräfte (Vokationstagung) sowie für erfahrende Religionslehrkräfte (ZWISCHENSTOPP-Tagung). Sie dienen einerseits zum näheren Kennenlernen des TPI und dessen Studienleiter*innen, sowie zum Kennenlernen von und Austausch mit Vertreter*innen der Ev.-Luth. Landeskirche. Andererseits sind sie aber auch fachliche Fortbildungen und haben die Förderung der schulartübergreifenden Vernetzung der Teilnehmenden zum Ziel.