Christiane Donath

Studienleiterin Projektstelle reliGlobal
(Studium der Ev. Theologie, Judaistik/ Jüdische Studien, Archivwissenschaften; Religionspädagogin und Hebräischdozentin; Mitglied im Netzwerk narrt)

Seit 01.06.2026 ist die Projektstelle reliGlobal ein Arbeitsbereich am TPI. Als deutschlandweites Team von insgesamt fünf Mitarbeitenden arbeiten wir gemeinsam daran, Globales Lernen im Religionsunterricht nachhaltig zu verankern. Das Projekt wird von Brot für die Welt gefördert.

Die Projektstelle reliGlobal entwickelt Unterrichtsmaterialien und Praxisimpulse für Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Religionsunterricht. Ziel ist es, globale Themen theologisch reflektiert, didaktisch fundiert und sofort unterrichtspraktisch einsetzbar aufzubereiten.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung in Fortbildungen: Lehrkräfte erhalten Anregungen, Materialien und Methoden, um globale Fragestellungen nachhaltig im eigenen Religionsunterricht zu verankern. Alle Materialien sind öffentlich zugänglich, interaktiv und partizipativ angelegt sowie als OER lizenziert, sodass sie flexibel auf die eigenen Lerngruppen angepasst und direkt im Unterricht – für alle Schularten bzw. auch in der außerschulischen Bildung - eingesetzt werden können.

Didaktisch arbeitet reliGlobal mit dem Dreischritt erkennen – begreifen – handeln. Globale Perspektiven werden wahrgenommen, theologisch eingeordnet und gedeutet, sowie mit konkreten eigenen Handlungsmöglichkeiten verbunden.

Themen wie Klimagerechtigkeit, ethische Urteilsbildung, Perspektivwechsel und Selbstwirksamkeit stehen dabei im Zentrum. Theologien und Glaubenspraktiken werden bewusst als heute relevante Deutungs- und Orientierungsräume für globale Lernprozesse sowie als Motivations- und Hoffnungsquelle sichtbar gemacht.

Gerade in Zeiten multipler Krisen will reliGlobal Hoffnung eröffnen, ohne Herausforderungen zu verkürzen, und junge Menschen zu reflektiertem, solidarischem und demokratischem Handeln ermutigen. Im Mittelpunkt steht die Stärkung von Selbstwirksamkeit: Schülerinnen und Schüler sollen ihr eigenes Handeln reflektieren, Verantwortung übernehmen, Gestaltungsspielräume erkennen und den Mut entwickeln, ihr Leben möglichst gerecht und fair zu gestalten.

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